Immobilien-Investitionen verzeichnen markanten Einbruch
Das Transaktionsvolumen im institutionellen Immobiliengeschäft brach in den ersten sechs Monaten um ein Drittel ein. Die Aussichten für das restliche Jahr sind trüb. Ein größerer Deal verzerrt den Negativtrend.
Der professionelle Immobilien-Investmentmarkt in Österreich konnte im ersten Halbjahr 2026 den Aufschwung des vorangegangenen Jahres nicht mitnehmen. Das Investitionsvolumen belief sich nur auf rund 1,1 Milliarden Euro. Das sind um 34 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025, berichtet die Makler- und Beratungsfirma Otto Immobilien. Voriges Jahr belief sich das Transaktionsvolumen auf knapp vier Milliarden Euro.
Auffällig ist der hohe Anteil der Handelsimmobilien am Transaktionsvolumen. Er lag bei 31 Prozent und damit um ein Vielfaches höher als in den vergangenen Jahren. Das liegt laut Otto an einer Großtransaktion in Parndorf im Burgenland, die Anfang des Jahres mit dem australischen Pensionsfonds Aware Super stattfand. In den anderen Segmenten brachen die Investitionen um 19 bis 79 Prozent ein. "Angesichts der herausfordernden Rahmenbedingungen bleibt abzuwarten, ob sich die Marktdynamik im zweiten Halbjahr 2026 verbessert", heißt es in dem Marktbericht.
Besonders stark brach der Dealflow im institutionellen Wohnimmobilienmarkt ein. Die Investitionen gingen um 74 Prozent auf nur 171 Millionen Euro zurück. Verkäufer waren in erster Linie offene Immobilienfonds. Der Umsatzrückgang liegt laut Georg Kretschmer, Teamleiter Investment bei Otto, nicht an mangelndem Interesse: "Die Nachfrage der Anleger nach modernen, hochwertigen und ESG-konformen Wohnobjekten ist nach wie vor gegeben, wird jedoch durch das geringe Angebot ausgebremst." (ae)















