Immobilien: "Geopolitische Verwerfungen bremsen Markterholung"
Die kriegerischen Auseinandersetzungen sorgen für Verunsicherung und Zurückhaltung bei Investoren. Insbesondere die Aussichten hinsichtlich der Inflation und Zinsen bremsen den Immobilienmarkt aus.
Der Krieg im Nahen Osten wirkt sich auf die Volkswirtschaft und nun auch langsam auf den Immobilienmarkt aus, zumal auch die Auseinandersetzungen zwischen der Ukraine und Russland ohne Aussicht auf Ende weitergehen. "Die Markterholung wurde zudem durch geopolitische Verwerfungen gebremst", berichtet der Immobiliendienstleister CBRE Austria zur Entwicklung des österreichischen Immobilien-Investmentmarkts im ersten Quartal 2026.
Das Transaktionsvolumen stieg zwar im Jahresvergleich um 37 Prozent auf rund 540 Millionen Euro. Der Umsatz bleibt aber um 16 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Aussichten in dem "volatilen Umfeld" sind trüb. Die Zinsen für Staatsanleihen und Swap Rates steigen ebenso wie die Inflation, und CBRE rechnet mit einem "Aufwärtsdruck auf die Renditen". Gehofft wird, dass die kontinentaleuropäischen Immobilienmärkte von heimischen und ausländischen Investoren weiterhin als "sicherer Hafen" eingestuft werden. Den Jahresauftakt in Österreich bezeichnet CBRE als "solide".
230 der 540 Millionen Euro entfallen auf den Wiener Immobilienmarkt, wobei hier wie auch in den Bundesländern keine großen Deals verzeichnet wurden. "Der Schwerpunkt lag auf kleineren bis mittelgroßen Transaktionen", sagt Marc Steinke, Head of Research bei CBRE. Fast ein Drittel des Gesamtumsatzes wurde bei den Einzelhandelsimmobilien verzeichnet. Hotels liegen mit 27 Prozent Anteil auf Platz zwei vor den Büros (15 Prozent) und Wohnimmobilien (14 Prozent). (ae)















