Der Traum vom Immobilieneigentum ist trotz gestiegener Preise nicht ausgeträumt. Das ergab eine Befragung von 1.551 Immobiliensuchenden, die das Marktforschungsinstitut Marketagent im Auftrag der Plattform Willhaben im vergangenen Mai durchgeführt hat. 81 Prozent der Befragten halten Immobilien grundsätzlich für "eine sinnvolle Kapitalanlage". 17 Prozent davon gehen noch weiter und sagen, Immobilien seien gar "die beste Kapitalanlage". 

Regional fällt das Urteil sehr unterschiedlich aus: In Vorarlberg sehen 31,6 Prozent Immobilien als Anlageform Nummer eins – beinahe doppelt so viele wie im Bundesschnitt. Bemerkenswert ist der Befund auch deshalb, weil das Wertpapier als Alternative aufholt – laut "Aktienbarometer 2026" besitzen mittlerweile 31 Prozent der österreichischen Bevölkerung Wertpapiere, nach 25 Prozent im Jahr 2022.

Fehlendes Kapital und Nebenkosten sind Hindernisse
Allerdings vertrauen die Österreicher der Immobilie nicht blind. Knapp 29 Prozent betrachten Immobilien "nur unter bestimmten Marktbedingungen" als gute Kapitalanlage, wobei Männer in diesem Punkt skeptischer sind als Frauen. Für die Beratungspraxis ist vor allem eine Unterscheidung relevant, auf die Willhaben direkt hinweist: Der Blick auf die Immobilie als Anlageobjekt folgt anderen Kriterien als jener auf die eigene Wohnimmobilie. "Viele Menschen wägen sehr genau ab, unter welchen Bedingungen sich der Kauf einer Immobilie wirklich rechnet", sagt Steve Kovacic, Sales Director Immobilien bei Willhaben. Bei der Eigennutzung dominieren dagegen Wohnwünsche: das Haus mit Garten oder die Immobilie am Wasser. 

Aufschlussreich ist, woran der Immobilienerwerb scheitert. Unter jenen Befragten, die zuletzt zwar auf Immobiliensuche waren, aber ausdrücklich nicht nach Eigentum, nennen 38 Prozent fehlende Eigenmittel als Hauptgrund. Bei den Frauen ist die Quote höher als bei den Männern. 21 Prozent geben an, "keinen Kredit zu bekommen", in Tirol sind es sogar 32 Prozent. Auch die hohen Nebenkosten sind für viele abschreckend. Österreichweit werden sie von einem Fünftel als Problem gesehen. In Salzburg sind die Nebenkosten sogar für 30 Prozent ein Bremsklotz. (ae)