Grundstückspreise auf neuem Rekordhoch
Die Abkühlung des Immobilienmarkts war scheinbar nur von kurzer Dauer. Seit zwei Jahren steigen die Preise wieder, und allen voran die Baugrundstücke haben sich zuletzt massiv verteuert.
Ungeachtet der Krisen und der Zinswende sind die Grundstückspreise in den vergangenen Jahren weiter gestiegen. Der Durchschnittspreis für bebaubare Grundstücke lag 2025 in Österreich bei 135 Euro pro Quadratmeter (geometrisches Mittel). Das sind laut Statistik Austria um knapp zehn Prozent mehr als im Jahr davor. Schockierend ist der Blick weiter zurück: Im Vergleich zum Jahr 2022 stieg der Durchschnittspreis um 59 Prozent.
Bundesweit liegen die Preise weit auseinander. Spitzenreiter sind Wien (799 Euro im Durchschnitt) und Vorarlberg (640 Euro) mit einem Respektabstand vor Tirol (391 Euro) und Salzburg (383 Euro). Niederösterreich und Oberösterreich lagen mit 116 Euro und 139 Euro am nächsten beim Österreichschnitt von 135 Euro je Quadratmeter. In der Steiermark (90 Euro), in Kärnten (88 Euro) und im Burgenland (77 Euro) sind Baugründe vergleichsweise billig.
Absoluter Spitzenwert: 2.742 Euro
Noch gravierender sind die Preisunterschiede auf Gemeindeebene. Nach Statistik-Austria-Angaben führt die Gemeinde Reith bei Kitzbühel mit einem Quadratmeterpreis von 2.742 Euro im Fünf-Jahres-Durchschnitt erneut die Hitliste an, gefolgt von der Stadt Kitzbühel mit 2.617 Euro, dem Wiener Bezirk Währung mit 2.181 Euro und Lech mit 2.108 Euro.
Interessant: In der Landeshauptstadt Salzburg kostete ein Quadratmeter im Schnitt rund 1.345 Euro, während der Durchschnittspreis in Wien "nur" bei 799 Euro lag. Dafür ist aber neben dem Bezirk Währung auch der Bezirk Döbling mit 1.756 Euro ein Ausreißer, der damit auch österreichweit zu den teuersten Flächen zählte. In den Wiener Flächenbezirken fanden sich auch preiswertere bebaubare Grundstücke und die Durchschnittspreise pro Quadratmeter fielen mit 670 bis 856 Euro gemäßigter aus.
Immobilienpreis leichter gestiegen
Bekannt war bereits, dass sich Wohnhäuser und Wohnungen voriges Jahr verteuert haben. Das bestätigt die Statistik Austria abermals. Der Quadratmeter Wohnhaus kostete österreichweit im Durchschnitt 2.836 Euro (Medianwert). Das sind um 4,4 Prozent mehr als im Jahr 2024. Das heißt, bei der Hälfte der Häuser war der Quadratmeterpreis höher als 2.836 Euro, bei der anderen Hälfte niedriger.
Bei den Eigentumswohnungen betrug der österreichische Medianpreis 4.162 Euro (plus 4,4 Prozent gegenüber 2024). Auf den Quadratmeter gerechnet sind Wohnungen laut Statistik Austria teurer als Häuser, weil sich diese häufig in stärker nachgefragten Lagen wie etwa in Stadt- und Ortszentren befinden. Darüber hinaus sei die Preisdifferenz dem Alter der Objekte geschuldet: Häuser bestünden oft schon länger, wenn sie gekauft werden, während viele Wohnungen im Neubau erworben werden. (ae)















