Bei der Wiener Venture-Firma Arax Capital Partners überschlagen sich die Ereignisse. Das Oberhaupt der Familie Yosopov, Boris Yosopov, setzte vorige Woche die jungen Geschäftsführer Alexander Waiz und Avial Yosopov ab. An ihrer Stelle übernahm er selbst die Geschäftsführung. Die Vertriebspartner und Anleger erhalten seit Wochen keine Informationen von dem Unternehmen, obwohl nach der Übernahme Anfang August bessere Zeiten angekündigt wurden.

Unterdessen hat Arax einen neuen Firmensitz in der Singerstraße in der Wiener Innenstadt erhalten, wo Boris Yosopov sein Büro hat. Telefonisch ist das Unternehmen wieder erreichbar, nachdem einige Zeit Funkstille herrschte. Inwieweit Anfragen von Vertriebspartnern und Kunden konkret beantwortet werden, ist nicht bekannt. Die früheren Mitarbeiter von Arax sind großteils nicht mehr für das Unternehmen tätig.

Vertriebe bekommen Geld
In Vertriebskreisen ist allerdings zu erfahren, dass in dieser Woche "einige fällige Provisionen endlich bezahlt" wurden. Hier handelt es sich um die Vertriebsvergütungen für die platzierten Investments von Arax und der Schwestergesellschaft VE Immo. Die Provisionsabrechnungen wurden vor mehreren Wochen erstellt, aber zunächst nicht bezahlt. In der VE Immo sind übrigens weiterhin Alexander Waiz und Avial Yosopov eingetragene Geschäftsführer.

Sorgen macht man sich im Vertrieb um die Auszahlungen an die Anleger. Denn Anfang Juni 2025 wurde wie berichtet die Firma Biocrates, ein Portfoliounternehmen der Arax-Beteiligungsgesellschaften, verkauft. Das finale Closing sollte bereits stattgefunden haben. Bis dato wurden weder die Vertriebspartner noch die Anleger über den Exit, über das Verkaufsergebnis und zu erwartende Auszahlungen informiert. (ae)