Ein immer geringerer Anteil der Bevölkerung kann sich eine Wohnung oder ein Haus leisten. Die Eigentumsquote in Österreich ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten von knapp 51 auf einen Tiefstand von 47,3 Prozent gefallen. Darauf macht die Wiener Städtische Versicherung auf Basis von Zahlen der Statistik Austria aufmerksam. Schuld seien hohe Immobilienpreise und Finanzierungskosten.

Denkwürdig ist der Trend, da die Eigentumsquote bereits nieder ist – sie liegt auf dem vorletzten Platz in der EU, wie Eurostat-Daten für 2024 zeigen (siehe Grafik). Nur in Deutschland wohnen prozentual betrachtet weniger Leute im Eigenheim als in Österreich. Unionsweit leben demnach über 68 Prozent der Bürger in einer Immobilie, die ihnen gehört (Eurostat bezieht sich auf eine andere Datengrundlage als die Statistik Austria, weswegen die Prozentwerte abweichen). 

Anteil der Personen, die in eigenen Objekten (blauer Balken) oder zur Miete wohnen. Quelle: Eurostat / Europäische Kommission

Vor einigen Tagen hatte die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) die Finanzmarktaufsicht (FMA) wegen Überregulierung kritisiert und dabei auch die mittlerweile ausgelaufenen Vorgaben der KIM-Verordnung genannt. Diese habe den Zugang zu Eigentum erschwert, wie Medien die Landes-Chefin zitierten. Die FMA selbst hat in der Vergangenheit darauf verwiesen, dass die Vorsichtsmaßnahmen rund um die abrupten Zinsanhebungen ab Mitte 2022 nötig waren und ähnliche Schritte in den meisten anderen Ländern gesetzt wurden. (eml)