Das Management der in Österreich vertriebenen französischen Immobilienfonds Corum Origin und Corum XL berichtet für 2020 einen kleinen Rückgang bei den Mieteinnahmen, wenngleich die Anfragendichte zu Reduktionen und Stundungen sehr hoch war. 55 Prozent der Mieter in Objekten des Corum Origin hätten insgesamt 133 Anträge gestellt, wobei sie Erleichterungen in Höhe von 21 Millionen Euro forderten. Das entspreche 15 Prozent der jährlichen Mieteinnahmen des Fonds. Im "Bruderfonds" Corum XL stellten 40 Prozent der Mieter 29 Anträge, in denen sie ein Entgegenkommen in Höhe von zwei Millionen Euro (4,2 Prozent der Mieteinnahmen) verlangten.

Durch "konstruktive Gespräche, bei denen die Interessen beider Seiten Berücksichtigung fanden", habe man die Minderung der Jahresmieten auf je ein Prozent bei beiden Fonds begrenzen können, so Corum-CEO Frédéric Puzin. Es habe in den Verhandlungen beidseitiges Verständnis gegeben. "Wir waren nicht die Bösewichte der Geschichte", so Puzin. Abseits von Stundungen hätten unter anderem bei den Mietern Bankgarantien gegriffen, heißt es gegenüber der Redaktion. Vereinzelt gab es auch Vertragsverlängerungen. Bei stabilen oder nicht betroffenen Unternehmen (etwa Supermärkten) wurden Reduktionen abgelehnt.

Rendite von bis zu sechs Prozent
Puzin zeigte sich mit der Bilanz "sehr zufrieden": Die Jahresrendite betrage sechs Prozent für die Investoren des Corum Origin und 5,66 Prozent im Corum-XL. Beide Fonds hätten darüber hinaus "in jedem Monat eine Dividende ausgeschüttet", so Puzin anlässlich der Jahreshauptversammlung.

Wirtschaftliche Abwärtstrends sehe Corum stets auch als mögliche Chance. Auch 2020 hätten sich attraktive Anlagemöglichkeiten mit hohen Anfangsrenditen (Verhältnis der Jahresmiete zum Kaufpreis der Immobilie, einschließlich Maklergebühren und Steuern) ergeben. Der Origin-Fonds habe sein Portfolio 2020 um 13 Gebäude (Kaufpreis 214 Millionen Euro) in sieben Ländern erweitern. Im XL-Fonds waren es 15 Transaktionen zu insgesamt 400 Millionen Euro.

Der Origin sei aktuell in 142 Immobilienobjekten mit 269 Mietern in 13 Ländern der Eurozone investiert. Die Kapitalisierung betrug per Ende 2020 zwei Milliarden Euro. Corum XL wiederum besitzt laut den Angaben Immobilien in zwölf europäischen Ländern und in Kanada. Dieser Fonds war zu Jahresende mit 906 Millionen Euro kapitalisiert. (eml)