Die Digitalisierung verändert seit Jahrzehnten Arbeitsprozesse und das nachhaltig. Das zieht Diskussionen über die Abschaffung von Jobs genauso wie von Büros nach sich. Fest steht: Hybride Arbeitsmodelle, die die Arbeit im Büro mit mobilem Arbeiten oder Remote Work kombinieren, sind längst etabliert. Unklar ist, ob die Unternehmen deshalb weniger Büroflächen benötigen. "Der Bedarf bleibt weitgehend stabil", erklärt der Investmentmanager Manova Partners unter Berufung auf eine selbst durchgeführte Umfrage unter Mietern von Manova-Büroimmobilien.

70 Prozent der Unternehmen bieten hybrides Arbeiten an, und 59 Prozent der Unternehmen geben an, dass sich ihre Anforderungen an Büroflächen nicht verändert haben. Während 14 Prozent künftig weniger Fläche benötigen, berichten 15 Prozent sogar von einem steigenden Bedarf. Dabei gibt es beachtliche regionale Unterschiede: In Westeuropa will die Hälfte ihre Büroflächen reduzieren, während dies in Zentral- und Osteuropa (CEE) nur elf Prozent vorhaben. Gleichzeitig wollen überdurchschnittlich viele lateinamerikanische Unternehmen zusätzliche Büros anmieten.

Unternehmen werden wählerischer
"Unternehmen kehren nicht vom Büro ab, sie werden vielmehr wählerischer", berichtet Dimitri Maillard, Co-Head of Asset Management Europe bei Manova Partners. In Europa konzentriere sich die Nachfrage zunehmend auf gut gelegene, hochwertige und flexible Flächen, die Zusammenarbeit und Mitarbeiterzufriedenheit fördern. Laut Manova zeichnet sich eine Rückkehr zu deutlich strengeren Präsenzpflichten derzeit kaum ab. 76 Prozent der Unternehmen mit hybriden Arbeitsmodellen planen keine Reduzierung der Home-Office-Tage. Besonders ausgeprägt ist diese Haltung in der CEE-Region sowie in Westeuropa. (ae)