Budgetpläne: Immobilienvertreter kritisieren Regierung
Die angekündigte Erleichterung für das Abrufen von Fördermitteln zur Schaffung leistbaren Wohnens geht den Projektentwicklern nicht weit genug.
Am morgigen Mittwoch (10.6.) stellt Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) das Doppelbudget für die Jahre 2027/2028 vor. Obwohl es für geförderten Wohnbau eine Erleichterung geben soll, hagelt es Kritik von den Immobilienentwicklern. Soweit bisher bekannt wurde, will die Regierung den Zugang zu bereits vorhandenen, aber nicht abgerufenen Fördermitteln erleichtern. Dafür sollen die Förderkriterien verbessert werden, damit die Mittel aus der "Wohnbaumilliarde" der Vorgängerregierung leichter abrufbar sind. Berichten zufolge wurden etwa 700 Millionen Euro nicht beansprucht.
Die Vereinigung Österreichischer Projektentwickler (VÖPE) machte im Vorfeld der morgigen Budgetrede von Marterbauer ihren Unmut laut. VÖPE-Präsident Andreas Köttl erklärte: "Der Vorschlag ist gut gemeint, aber (k)ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn Projektentwicklung braucht in erster Linie stabile Rahmenbedingungen." Die politischen Markteingriffe würden jedoch Unsicherheiten erzeugen und die Preise erhöhen. "Obwohl zahlreiche kostengünstige und budgetneutrale Lösungen für leistbares Bauen längst am Tisch liegen, werden diese offenbar ignoriert", meint Köttl.
Unerfreulich für Investoren ist die Ankündigung der Erhöhung der Immobilienertragsteuer (ImmoESt). Sie soll ab 2028 zusätzlich 70 Millionen Euro pro Jahr in die Staatskassen fließen lassen. Die ImmoESt beträgt derzeit für die Immobilien, die nach dem 31. März 2002 angeschafft wurden, 30 Prozent, bezogen auf den Verkaufsgewinn. Bei älteren Objekten fallen 4,2 Prozent bezogen auf den Veräußerungserlös an. (ae)















