Wenn es nach der Statistik geht, erlebte der Wiener Büromarkt im dritten Quartal 2025 einen kräftigen Aufschwung. Die Vermietungsleistung belief sich laut dem Vienna Research Forum (VRF) auf 83.894 Quadratmeter. Das sind um 186 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2025. Im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres beträgt das Plus sogar 292 Prozent. Doch der Schein trügt.

Die Hälfte der genannten Fläche entfällt auf nur zwei große Vermietungen, wobei nach VRF-Angaben beim größten Neuvertrag ein bestehender Untermietvertrag über 25.000 Quadratmeter in eine Hauptmiete überführt wurde. Insgesamt wurden im dritten Quartal 2025 48 Verträge für Büros geschlossen, welche die Kriterien des VRF erfüllen.

Geringer Leerstand
Im internationalen Vergleich gilt der Wiener Büromarkt als besonders stabil. Die Leerstandsquote liegt im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Damit ist Wien im europäischen Spitzenfeld. Die Mieten sind im internationalen Vergleich moderat, auch wenn die Spitzenmieten für erstklassige Top-Immobilien auch in Wien stark gestiegen sind. 

Insgesamt befinden sich Eigentümer von Büroimmobilien in einem kompetitiven Umfeld. Zu den Herausforderungen zählen einerseits die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und der krisenbedingte Druck auf die Unternehmen. Andererseits haben sich die Erwartungen der Nutzer an ein modernes und zeitgemäßes Büro in den vergangenen Jahren erhöht. (ae)


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