Die Ölpreise haben nach den jüngsten US-Militärschlägen im Iran wieder angezogen. Hintergrund ist die Sorge, dass die Angriffe die Aussicht auf ein Interimsabkommen zwischen Teheran und Washington zur Wiederöffnung der Straße von Hormus verschlechtern könnten. Der Brent-Preis stieg am Dienstagmorgen (26.5.) um 2,5 Prozent auf 98,59 US-Dollar je Barrel. Am Pfingstmontag (25.5.) war der Preis noch um 7,2 Prozent auf 96,14 Dollar gefallen. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) notierte im frühen Handel nahe 92 Dollar. Nach Angaben des US Central Command griffen US-Streitkräfte Raketenstellungen Teherans sowie Boote an, die versucht haben sollen, Minen zu platzieren. Zuvor hatten iranische Medien von Explosionen rund um die Straße von Hormus berichtet.

US-Außenminister Marco Rubio erklärte unterdessen am Dienstag (26.5.) vor Reportern in Indien, die Verhandlungen dürften noch "einige Tage" dauern. Beide Seiten berieten derzeit über die Formulierungen eines ersten Dokuments. Zum Wochenauftakt waren die Ölpreise deutlich gefallen, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, die Gespräche würden "gut voranschreiten". Zugleich drohte er mit weiteren Angriffen, falls die Verhandlungen scheitern sollten.