Zahl des Tages: -921.903
Der tiefgreifende Umbau der europäischen Bankenbranche zeigt sich besonders deutlich bei der Beschäftigung: Binnen 15 Jahren sind fast eine Million Stellen weggefallen. Zählte der Bankensektor 2010 noch gut drei Millionen Beschäftigte, waren es 2025 nur noch 2,13 Millionen. Das Minus beläuft sich auf 921.903 Arbeitsplätze oder rund 30 Prozent. Das zeigen Daten der Europäischen Zentralbank (EZB), die von der italienischen Bankengewerkschaft Fabi ausgewertet wurden, berichtet die Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore".
Als wesentliche Treiber des Stellenabbaus gelten Fusionen und Übernahmen sowie der technologische Wandel. Digitalisierung und zunehmend auch der Einsatz künstlicher Intelligenz haben die Strukturen der Branche grundlegend verändert. Fabi-Chef Lando Maria Sileoni sieht in der Beschäftigungsentwicklung einen besonders deutlichen Ausdruck dieses Umbruchs. Den Ausgangspunkt für die weitreichende Neuordnung bildete demnach die Finanzkrise von 2008. In deren Folge leiteten Banken in den wichtigsten europäischen Märkten umfangreiche Restrukturierungen ein, deren Auswirkungen auf die Beschäftigung bis heute sichtbar sind.















