Die niederländische Zentralbank hat rund 86 Tonnen ihrer Goldbestände aus New York und Ottawa nach London verlagert. Damit will De Nederlandsche Bank (DNB) die Handelbarkeit der Reserven verbessern und sich angesichts zunehmender geopolitischer Unsicherheit besser auf schwere Krisen vorbereiten. London gilt als wichtiger Handelsplatz für physisches Gold. Dort gelagerte Bestände könnten nach Angaben der DNB im Krisenfall schneller eingesetzt werden als Reserven in New York oder Ottawa.

Die Verlagerung erfolgte nur teilweise durch physische Transporte. Rund 59 Tonnen wurden in New York verkauft und durch Gold ersetzt, das in London internationalen Handelsstandards entspricht. Bei den übrigen gut 27 Tonnen wurden Bestände zwischen Nordamerika, den Niederlanden und London verschoben. Der Londoner Anteil an den niederländischen Goldreserven erhöhte sich dadurch von 18,1 auf 32,1 Prozent. In New York und Ottawa lagern nun jeweils 18,5 Prozent, im niederländischen Zeist verbleiben 30,8 Prozent. Insgesamt verfügt die DNB über 612,4 Tonnen Gold. Ende 2025 hatten die Reserven einen Wert von 72,2 Milliarden Euro.