Die Coronakrise hat im ersten Halbjahr des laufenden Jahres in Deutschland zu einem Budgetdefizit von knapp 81 Milliarden Euro geführt. Das haben die vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ergeben. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) ergibt sich damit eine Defizitquote von 4,7 Prozent.

"Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie belasten die Staatsfinanzen weiterhin stark. Sie haben zum zweithöchsten Defizit in einer ersten Jahreshälfte seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1991 geführt", sagt Stefan Hauf, Leiter der Gruppe Nationaleinkommen, Sektorkonten, Erwerbstätigkeit im Statistischen Bundesamt. Ein höheres Defizit habe es nur im ersten Halbjahr 1995 gegeben, als die Treuhandschulden in den Staatshaushalt übernommen wurden, erläuterte Hauf weiter. (cf)