Die Nachfrage nach dem als Kriseninvestment geltenden Gold ist im zweiten Quartal im Jahresvergleich um acht Prozent auf 948 Tonnen gesunken. Im ersten Quartal hatten Investoren dem World Gold Council zufolge noch bei passiven Goldfonds besonders stark zugegriffen. Auf Halbjahressicht liegt die Nachfrage nach dem Edelmetall deshalb bei 2.189 Tonnen, das ist ein Plus von zwölf Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2021. "Nach einer anfänglichen Rally im April aufgrund geopolitischer Risiken und zunehmendem Inflationsdruck fiel der Goldpreis im zweiten Quartal 2022, da die Anleger ihren Fokus auf schnell steigende Zinsen und einen auffallend starken US-Dollar verlagerten", erklärt der Branchenverband in einer Mitteilung.