Niedrigzinsen und boomende Aktienmärkte haben im Laufe der Jahre die Gewichte im deutschen Fonds- und Zertifikategeschäft deutlich verschoben, berichtet die "Börsen-Zeitung". Früher waren Rentenprodukte im Fondsgeschäft und Verträge mit Kapitalschutz im Zertifikategeschäft eine dominante Kategorie – mittlerweile ist deren Bedeutung massiv geschrumpft, wie aus Daten der Bundesbank und des Deutschen Derivate Verbands (DDV) hervorgeht: Per Ende Juli befanden sich in deutschen Rentenfonds insgesamt 71 Milliarden Euro – das entspricht einem Anteil von rund elf Prozent an allen in Deutschland aufgelegten Publikumsfonds (642 Mrd. Euro). Im Juli verzeichneten Rentenfonds Nettozuflüsse in Höhe von 659 Millionen Euro, während auf Aktienfonds und gemischte Wertpapierfonds 1,31 Milliarden beziehungsweise 1,54 Milliarden Euro entfielen.