Precision Castparts, ein Gießereikonzern aus dem Imperium von US-Investorenlegende Warren Buffett, hat für eine millionenschwere Übernahme in Krefeld nach einem Gerichtsurteil einen stark überhöhten Preis gezahlt, berichtet die Nachrichtenagentur "Reuters". Precision Castparts erhält 643 Millionen Euro von der Holding des Unternehmers Wolfgang Schulz zurück. Dies hat ein Bezirksgericht in New York entschieden, das damit das Urteil eines Schiedsgerichts bestätigt. Schulz hatte das Röhrengeschäft in Deutschland und den USA vor drei Jahren für 800 Millionen Euro an Precision Castparts verkauft.

Im April hatte das Schiedsgericht von einem umfassenden Täuschungsversuch gesprochen. Schulz' Anwälte klagten daraufhin und waren der Ansicht, dass das Unternehmen sogar mehr als 800 Millionen Euro wert gewesen sei. Doch Bezirksrichter Lewis Liman schloss sich nun der Entscheidung an. Precision Castparts hatte der Schulz Holding vorgeworfen, Umsätze und Gewinne künstlich aufgebläht zu haben, indem Aufträge rückdatiert und Rechnungen gefälscht wurden. In Wahrheit habe das übernommene Geschäft am Rande der Insolvenz gestanden.