Im Frankfurter Bankenviertel erreichen die Büromieten neue Rekordstände, berichtet das "Handelsblatt". "Lagen die Spitzenmieten zu Jahresbeginn noch bei etwas mehr als 52 Euro je Quadratmeter, werden in aktuellen Verträgen bereits mehrere Euro mehr fällig. Bei einzelnen Abschlüssen sehen wir inzwischen Höchstwerte von 60 Euro und darüber", sagt Suat Kurt, Niederlassungsleiter des Immobilienberaters Jones Lang Lasalle (JLL) in Frankfurt. Die Nachfrage komme vor allem von Banken, Kanzleien und Beratungsfirmen, die aus Städten wie London und Paris deutlich höhere Preisniveaus gewohnt seien.

Gleichzeitig stehen in weniger gefragten Vierteln der Stadt zahlreiche Büroflächen leer – dort sinken die Mieten teils spürbar. Diese paradoxe Entwicklung halte seit 2020 an, erklärte Kurt der Nachrichtenagentur "dpa". Ein Ende der Zweiteilung sei nicht absehbar. Seit der Corona-Pandemie hat sich das Homeoffice bundesweit etabliert, wodurch viele Arbeitsplätze kaum noch genutzt werden. Laut Ifo-Institut arbeitet inzwischen fast jeder Vierte zumindest zeitweise von zu Hause aus.