Vor 50 Jahren, am 15. August 1971, besiegelte der damalige US-Präsident Richard Nixon mit dem Stopp der nominalen Goldbindung des Dollars ("Nixon-Schock") das bevorstehende Ende des Bretton-Woods-Systems. Der endgültige Zusammenbruch erfolgte zwei Jahre später, als das System offiziell außer Kraft gesetzt wurde und somit in den meisten Ländern die Wechselkurse freigegeben wurden.

Als Bretton-Woods-System wird die nach dem Zweiten Weltkrieg neu geschaffene internationale Währungsordnung mit Wechselkursbandbreiten bezeichnet, die vom US-Dollar als Ankerwährung bestimmt war. Man wollte damit ein System schaffen, das die Vorteile eines flexiblen Wechselkurssystems mit denen eines festen vereint. Benannt wurde das System nach jenem Ort im US-Bundesstaat New Hampshire, wo die Finanzminister und Notenbankgouverneure beziehungsweise -präsidenten von 44 Staaten der späteren Siegermächte vom 1. bis zum 22. Juli 1944 zur Konferenz zusammenkamen und zum Abschluss das Bretton-Woods-Abkommen unterzeichneten.