Zahl des Tages: 4.700
Der Goldpreis hat am Dienstagmorgen (20.1.) ein neues Rekordhoch erreicht. Angesichts der Sorge, dass Donald Trumps Bemühungen um eine Übernahme Grönlands einen Handelskrieg mit Europa auslösen könnten, wurden für die Unze Gold zeitweise erstmals 4.700,29 US-Dollar gezahlt und damit 0,6 Prozent mehr als am Vortag, berichtet die Nachrichtenagentur "Bloomberg".
Die zunehmende Aggressivität der USA gegenüber ihren Nato-Partnern hat die Märkte erschüttert. In der Folge steigt die Nachfrage nach sicheren Häfen und der "Sell America"-Trade erlebt ein Comeback. Die Investoren warten nun gespannt auf die Reaktion Europas: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will die Aktivierung eines EU-Instruments für wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen beantragen. Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz wirbt bei Macron indessen um Mäßigung.
"Die Rally bei Edelmetallen hat nicht mit diesem Streit begonnen und wird wahrscheinlich auch nicht damit enden", erklärte Ole Hansen, Stratege bei der Saxo Bank. "Die Grönland-Episode hat der Rally, die sich seit Monaten abzeichnet, vielmehr neuen Auftrieb verliehen. Sie wird durch makroökonomische und geopolitische Rahmenbedingungen angetrieben, die für Anleger, die sich ausschließlich auf Finanzanlagen verlassen, zunehmend unbequem werden."
















