Das türkische Staatsoberhaupt Recep Tayyip Erdogan hat seinen Willen durchgesetzt. Nachdem er den nationalen Notenbankchef Murat Cetinkaya nach monatelangen Streitereien wegen dessen Geldpolitik gefeuert hatte, lässt die neue Spitze rund um Murat Uysal jetzt mit einer drastischen Maßnahme aufhorchen. Die Währungshüter der Türkei haben den Leitzins gleich um 4,25 Prozentpunkte respektive 425 Basispunkte auf 19,75 Prozent gesenkt – und das trotz Inflationsproblemen. Erdogan glaubt nämlich entgegen der gängigen Lehrbuchmeinung, dass ein hoher Leitzins nicht gegen eine galoppierende Teuerung hilft, sondern diese sogar verursacht. (cf)