Einige US-Pensionsfonds – darunter der für Lehrer in Arkansas (ATRS) sowie der Fonds für die Mitarbeiter des Betreibers der New Yorker Verkehrsbetriebe, der Metropolitan Transport Authority (MTA) – haben in New York Schadenersatz-Klagen gegen den Asset-Management-Arm der Allianz in Höhe von insgesamt vier Milliarden Dollar eingereicht, wie die Nachrichtenagentur "Reuters" berichtet. Nach hohen Verlusten liquidierte Allianz Global Investors im März zwei der "Structured Alpha"-Fonds mit der aggressivsten Anlagestrategie. Die Kläger werfen der Kapitalanlage-Tochter des Münchner Versicherungsriesen vor, bewusst von der Strategie abgewichen zu sein, die Hedgefonds mit Optionen gegen einen kurzfristigen Absturz an den Finanzmärkten abzusichern.

Laut der Klageschrift habe Allianz GI eine "wetterfeste" Anlagestrategie versprochen, dann aber aus Eigennutz auf eine Erholung am Markt gesetzt und damit "die schwer verdienten Pensionen der MTA-Mitarbeiter aufs Spiel gesetzt, die zur gleichen Zeit ihr Leben riskierten, um New York in der Corona-Pandemie am Leben zu halten". Ein Sprecher von AllianzGI wies die Vorwürfe zurück: "Auch wenn die Verluste bedauernswert sind, sind die Vorwürfe der Kläger rechtlich und faktisch unzutreffend."