Der aktuelle Cybersecurity-Report von Myra Security für das erste Halbjahr 2025 offenbart eine ambivalente Bedrohungslage in Deutschland. Zwar sank die Zahl der registrierten und im Security Operations Center (SOC) abgewehrten Angriffe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 18,5 Prozent, doch gleichzeitig stieg die Qualität und Präzision der Attacken spürbar an.

40 Prozent aller abgewehrten Angriffe richteten sich gegen Banken und andere Finanzdienstleister. Besonders im Mai kam es zu einem koordinierten Angriff, bei dem Cyberakteure die Systeme zahlreicher Institute über mehrere Wellen hinweg und innerhalb von 16 Stunden ins Visier nahmen. Dabei kombinierten die Angreifer verschiedene Methoden und nutzten gezielt globale Cloud-Infrastrukturen, um ihre Spuren zu verschleiern und die Wirksamkeit der Attacken zu erhöhen.

Der meiste schädliche Datenverkehr stammte auch im ersten Halbjahr 2025 aus den USA: 42 Prozent der blockierten Anfragen gingen von dort aus. Auf Platz zwei folgt Deutschland mit 19 Prozent, dicht gefolgt von China mit zwölf Prozent. Russland liegt mit einem Anteil von nur drei Prozent auf Rang sieben. Die Informationen über Herkunftsländer erlauben jedoch keine belastbaren Rückschlüsse auf den tatsächlichen Standort oder die Identität der Angreifer.