Die Strafzinswelle rollt weiter: Nach Angaben des Vergleichsportals Verivox ist die Zahl der Banken und Sparkassen, die von ihren Kunden Verwahrentgelte für Guthaben auf Tagesgeld- oder Girokonten verlangen, Ende des dritten Quartals auf 392 Institute gestiegen – das bedeutet einen Anstieg von 214 Geldhäusern seit Jahresbeginn. Wurde zunächst bei Summen ab 100.000 Euro ein Verwahrentgelt fällig, trifft es vermehrt auch Gesamtguthaben von 50.000 Euro oder weniger pro Kunde. Bei einigen Instituten werden sogar bereits ab 5.000 Euro Negativzinsen fällig. Bei der Höhe des Verwahrentgelts orientieren sich die meisten Banken und Sparkassen an einem Zins von 0,5 Prozent, den sie selbst auf einen Teil ihrer bei der EZB geparkten überschüssigen Einlagen zahlen müssen.