Was hoch steigt, kann tief fallen. Den Wahrheitsgehalt dieses Börsianerspruchs bekommen Inhaber von Aktien der ArtGo Holdings schmerzlich zu spüren. Um sagenhafte 3.800 Prozent seit Jahresbeginn waren die Anteilscheine des unrentablen chinesischen Marmorminen-Betreibers an der Börse in Hongkong zunächst gestiegen. Doch ebenso überraschend wie die Rally kam der Kollaps: Nach Verlusten von in der Spitze 98 Prozent vom Höchstkurs wurde der Handel mit ArtGo-Aktien zeitweise eingestellt, berichtet "Bloomberg". Grund für den Crash: Zunächst hatte der Indexanbaiter MSCI vorgehabt, das Papier in seine Asienindizes aufzunehmen. Bedenken wegen der Handelbarkeit der ArtGo-Aktien aber führten dazu, dass die Indexoberen ihre Entscheidung revidierten. Das Unternehmen, das neben der Marmorgewinnung auch in andere Geschäfte wie Immobilien expandiert hat, büßte mehr als 5,7 Milliarden Dollar an Marktwert ein, bevor der Handel ausgesetzt wurde.