Die abrupten Einschränkungen für die Wirtschaft infolge der Coronakrise werden die Nachfrage nach Versicherungen in diesem Jahr stark dämpfen. Das geht aus einer Branchenstudie hervor, die der Versicherer Allianz am Mittwoch (2. Juli) veröffentlicht hat. Die Pandemie treffe die Weltwirtschaft wie ein "Meteorit". Das globale Prämienaufkommen dürfte demnach 2020 um 3,8 Prozent zurückgehen, wobei die Verluste im Leben- stärker als im Sachgeschäft sein sollten. "Die Auswirkungen der Corona-Pandemie dürften damit dreimal so kräftig ausfallen wie die der Finanzkrise vor zehn Jahren, als die globalen Prämien um ein Prozent sanken", heißt es im "Allianz Global Insurance Report 2020". Verglichen mit dem erwarteten Trend vor Corona bedeute dies ein Verlust an Prämien von rund 360 Milliarden Euro. Davon entfallen 250 Milliarden Euro auf Leben- und 110 Milliarden Euro auf Sachversicherungen.