Die traditionell besonders inflationsängstlichen Deutschen haben ihre Schließfächer und Tresore dieses Jahr im Rekordausmaß mit Gold-Barren und -Münzen gefüllt. Während die Preise für das Edelmetall zuletzt eher sanken, weil Anleger anderswo sich um die mögliche Drosselung geldpolitischer Anreize durch die US-Notenbank Federal Reserve sorgten, erreichte der Absatz in Deutschland im ersten Halbjahr das höchste Niveau seit 2009. Laut Daten des World Gold Council stieg die Nachfrage nach Barren und Münzen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres in Deutschland gegenüber dem zweiten Halbjahr 2020 um 35 Prozent – im Rest der Welt waren es 20 Prozent.