Die britische Finanzaufsicht (Financial Conduct Authority, kurz: FCA) hat dem Versicherer Standard Life im Vereinigten Königreich eine Geldstrafe in Höhe von 30.792.500 Pfund (rund 34,3 Millionen Euro) aufgebrummt. Grund: Die Standard Life Assurance Limited (SLAL), so der offizielle Name, hatte ein Altersvorsorge-Paket per Telefon vertrieben – ohne Kunden die dafür notwendigen Informationen bereitzustellen, wie eine Untersuchung der FCA ergab. Zudem bot der Versicherer den Mitarbeitern erhebliche finanzielle Vertriebsanreize. Das habe sie dazu veranlasst, ihre eigenen finanziellen Interessen vor die der Kunden zu stellen, schreibt die FCA. Die SLAL bestreitet die Ergebnisse der Untersuchung nicht und habe die Geldstrafe akzeptiert. Besser ist es: Weil sich der Versicherer einsichtig zeigte, ließ die Finanzaufsicht dem Unternehmen 30 Prozent der Strafe nach. Andernfalls hätte die FCA eine Summe in Höhe von knapp 50 Millionen Euro verhängt. Der deutsche und der österreichische Ableger des Versicherers sind – ebenso wie deren Vertragsnehmer – von dem Vorgang nicht betroffen. (am)