Der deutsche Bundesgerichtshof (BGH) hat offenbar mit einem im vergangenen Mai gesprochenen Urteil zur Kündigung von sogenannten Prämiensparverträgen Schleusen geöffnet. Stand Anfang Februar dieses Jahres haben diverse Sparkassen bundesweit mindestens 280.000 dieser Sparangebote von ihrer Seite beendet. Das berichtet das Onlineportal "Biallo" unter Berufung auf eine in Eigenregie gemachte Umfrage unter Nutzern.

Das oberste deutsche Gericht stellte vor rund neun Monaten klar, dass die Geldinstitute Verträge mit unbegrenzter Laufzeit von sich aus kündigen dürfen, sobald die höchste Prämienstufe erreicht ist (FONDS professionell ONLINE berichtete ausführlich). Das hat nun eine Reihe an Geldinstituten getan, um sich im Niedrigzinsumfeld von den älteren, hochverzinsten Produkten zu trennen. (jb)