Im Corona-Jahr 2020 verstärkte die Europäische Zentralbank (EZB) ihre bereits ausgiebigen Staatsanleihekäufe noch einmal. So erwarb sie österreichische Papiere in Höhe von rund 80 Prozent der Neuverschuldung, in Deutschland sogar knapp 85 Prozent, wie eine Berechnung der Agenda Austria zeigt. Ende 2020 hielt die EZB insgesamt rund 21 Prozent der Schulden im Euroraum. In manchen Ländern kaufte sie sogar mehr an, als an Neuverschuldung aufgenommen wurde. "Das ist deshalb möglich, da die Zentralbank auch die Schulden der vergangenen Jahre kaufen kann", erklärt Agenda-Austria-Ökonomin Heike Lehner.