Mit einer Rückkehr des Bankensektors zu normalen Dividendenzahlungen ist nach Einschätzung von Deka-Fondsmanager Andreas Thomae nicht vor 2022 zu rechnen. Er erwartet angesichts der Coronakrise, dass sich das Verbuchen von Kreditausfällen zwei Jahre lang hinziehen wird.

Die EZB hat die Banken in Europa aufgefordert, vorerst bis diesen Oktober auf Dividenden für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 zu verzichten. "Es sieht momentan aber nicht so aus, als ob man da mit viel rechnen sollte, weil sich die Krise ja noch etwas länger hinzuziehen scheint", sagte Thomae im Bloomberg-Interview. Auch für das Geschäftsjahr 2020 blieben die Dividenden unsicher. "Wir werden erst wieder mit normalen Dividendenzahlungen für 2021 rechnen können, die dann in 2022 ausgezahlt werden."