Die Deutschen gehören zu den eifrigsten Sparern weltweit – leider. Denn damit haben sie wegen der niedrigen Zinsen allein im ersten Halbjahr dieses Jahres 15,9 Milliarden Euro an Wertverlust erlitten. Im zweiten Quartal des Jahres betrug der durchschnittliche Einlagenzins gerade einmal 0,16 Prozent, während die Inflation im selben Zeitraum bei 1,71 Prozent lag. Daraus ergibt sich eine inflationsbereinigte Rendite aufs Ersparte von minus 1,55 Prozent, rechnet Comdirect in seinem aktuellen Realzins-Radar vor. Trotzdem halten die Deutschen an niedrig verzinsten Sparprodukten fest. In den vergangenen zwölf Monaten flossen demnach 116 Milliarden Euro in Tagesgelder, Festgelder, Spareinlagen und auf Girokonten – das ist ein Plus von 5,2 Prozent – wie gesagt: leider! (cf)