Im Jahr 2018 haben weltweit deutlich weniger Unternehmen den Schritt aufs Börsenparkett gewagt als im Vorjahr: Die Zahl der Börsengänge (Initial Public Offering = IPO) sank um 21 Prozent auf 1.359, wie das aktuelle IPO-Barometer der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY zeigt. Während der chinesische Neuemissionsmarkt (einschließlich Hongkong) sogar einen Rückgang um 49 Prozent auf 307 Transaktionen verzeichnete und die IPO-Aktivitäten in Europa um 16 Prozent auf 228 zurückgingen, legte der US-amerikanische Markt gegen den weltweiten Trend zu – um 14 Prozent auf 205.

Der deutsche IPO-Markt entwickelte sich entgegen dem europäischen Negativtrend positiv und erreichte 2018 trotz einiger abgesagter oder verschobener Börsengänge hinsichtlich des Emissionsvolumens sogar den höchsten Stand seit dem Jahr 2000. An deutschen Börsen wurden im Jahr 2018 insgesamt 18 Börsengänge verzeichnet, im Vorjahr waren es 14. In Österreich hingegen ging das Jahr 2018 aufgrund der vorübergehenden Absage des IPOs des Biotech-Unternehmens Marinomed ohne Börsengang zu Ende. Damit bleibt der Börsengang der Bawag im vierten Quartal 2017 das letzte Listing am Wiener Börsenparkett.