Kupfer hat seine beeindruckende Rally fortgesetzt, nachdem das Industriemetall erstmals die Preismarke von 13.000 Dollar pro Tonne überschritten hat. Investoren positionieren sich zunehmend für ein von Engpässen geprägtes Marktumfeld. An der Londoner Metallbörse verteuerten sich Dreimonatskontrakte auf Kupfer am Dienstag (6.1.) um bis zu 2,2 Prozent auf zeitweise 13.283 Dollar pro Tonne. Damit wurde das Rekordhoch vom Montag (5.1.) übertroffen. Befürchtungen, dass die Trump-Administration einen Zoll auf raffiniertes Kupfer einführen könnte, haben dazu geführt, dass zunehmend Bestände in die USA verlagert wurden. Dem Rest der Welt könnte dadurch ein Mangel drohen.

"Die Lagerbestände dienten früher als Puffer, aber jetzt sind sie in den USA eingeschlossen", erklärte Li Xuezhi, Analysechef bei Chaos Ternary Futures. "Der Puffer ist also weg, und alle müssen sich jetzt bemühen, an Material zu kommen."

Die Industriemetalle sind mit enormer Stärke ins Jahr 2026 gestartet. Der LMEX-Index, der die sechs wichtigsten Metalle abbildet, stieg auf den höchsten Stand seit dem Preishoch vom März 2022. Kupfer, das vor allem in Kabeln und Leitungen zum Einsatz kommt, hat sich seit Ende November um mehr als 20 Prozent verteuert. Der Aluminiumpreis kletterte auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren.