Zahl des Tages: 12,5 %
Private Markets gewinnen bei institutionellen Investoren weiter an Bedeutung. Laut der achten Ausgabe der jährlichen "Private Markets Study" von Aviva Investors ist der durchschnittliche Portfolioanteil dieser Anlageklasse auf 12,5 Prozent gestiegen – der höchste Wert seit Start der Studie. Grundlage der Untersuchung ist eine Befragung von 500 globalen institutionellen Anlegern mit zusammen 6,5 Billionen US-Dollar verwaltetem Vermögen. 54 Prozent der Befragten stammen aus Europa. Dort liegt die durchschnittliche Allokation bei 12,1 Prozent, während Investoren in Nordamerika 14,4 Prozent und im Asien-Pazifik-Raum 11,9 Prozent erreichen.
Der Ausblick bleibt klar positiv: 88 Prozent der Investoren wollen ihre Private-Markets-Allokation in den kommenden zwei Jahren ausbauen (49 %) oder stabil halten (39 %). Zudem erwarten 76 Prozent, dass Private Markets in den nächsten fünf Jahren höhere Renditen als öffentliche Märkte erzielen werden – nach 73 Prozent im Vorjahr. Als wichtigster Grund für Investitionen gilt weiterhin die Risiko- und Renditediversifizierung, die 76 Prozent der Befragten nennen. Deutlich an Bedeutung gewonnen hat zudem die Illiquiditätsprämie: 55 Prozent sehen sie inzwischen als zentralen Treiber für Allokationen, nachdem es 2023 erst 25 Prozent waren.
Europa nimmt im internationalen Vergleich eine führende Rolle ein. 48 Prozent der europäischen Investoren planen, ihre Allokationen zu erhöhen, während nur zwölf Prozent eine Reduzierung in Erwägung ziehen. Zudem messen 52 Prozent der Befragten in Europa Nachhaltigkeit eine entscheidende oder mitentscheidende Rolle im Investmentprozess bei. Liquiditätsanforderungen gelten hier am seltensten als Hürde: Nur 50 Prozent sehen sie als Barriere für höhere Private-Markets-Allokationen.















