Der Euro ist gegenüber dem US-Dollar auf den tiefsten Stand seit Anfang Juni 2025 gefallen. Mit zuletzt 1,135 Dollar hat die Gemeinschaftswährung im laufenden Monat rund 2,6 Prozent an Wert verloren, berichtet die "Financial Times".

Als Gründe nennen Marktteilnehmer den wieder erstarkten Dollar sowie veränderte Zinserwartungen. Nachdem eine Einigung zwischen den USA und dem Iran die Sorge vor anhaltend hohen Ölpreisen gedämpft hat, rechnen Investoren mit nachlassendem Inflationsdruck im Euroraum. Dadurch dürfte aus ihrer Sicht die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank sinken.

Hinzu kommen schwächere Konjunktursignale. Die erhöhten Energiepreise der vergangenen Monate hätten die Wirtschaft belastet, weshalb Anleger ihre zu Jahresbeginn noch optimistischen Erwartungen für den Euro zurückschrauben. Damals hatten zahlreiche Wall-Street-Strategen noch einen Anstieg der Gemeinschaftswährung auf 1,20 Dollar prognostiziert.