Die Wall Street nimmt zunehmend Abschied von der Prognose eines stärkeren Euro. Grund ist die Markterwartung, dass die USA den Euroraum bei weiteren Zinserhöhungen bis zum Jahresende überholen werden. JP Morgan Chase, Morgan Stanley und die Bank of New York Mellon rechnen damit, dass die Gemeinschaftswährung innerhalb der kommenden zwölf Monate um mehr als drei Prozent auf 1,10 US-Dollar fallen könnte. Bereits in diesem Monat war der Euro auf den tiefsten Stand seit einem Jahr gesunken. Händler erwarten inzwischen eine Zinserhöhung der US-Notenbank Fed noch in diesem Jahr, während eine weitere Anhebung durch die EZB nicht mehr vollständig eingepreist ist.