Mindestens elf deutsche Banken haben im neuen Jahr bereits Negativzinsen für private Kunden eingeführt oder bestehende "Verwahrentgelte" erhöht. Das berichtet "Bloomberg" unter Berufung auf eine Erhebung des Datenanbieters Verivox Finanzvergleich. Den Angaben zufolge handelt es sich ausschließlich um genossenschaftliche Institute wie etwa Volksbanken. In den meisten Fällen beträgt der Negativzins 0,5 Prozent, bei einem Freibetrag von 50.000 Euro oder mehr.

"Inzwischen weisen 35 Banken Negativzinsen in ihren online zugänglichen Preisaushängen aus", sagt Verivox-Chef Oliver Maier. "In den nächsten Wochen und Monaten rechnen wir mit weiteren Banken. Spätestens wenn Kunden im großen Stil anfangen, Einlagen zu verschieben, wird es für die Banken schwerer, sich dem Trend zu Negativzinsen zu entziehen."