Die Staaten am Persischen Golf bauen ihre Finanzreserven aus, um mögliche wirtschaftliche Folgen des Iran-Kriegs abzufedern. Dabei spielt ein großer Investor eine zentrale Rolle: Pimco. Seit Beginn des Konflikts am 28. Februar hat die Allianz-Tochter laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen mehr als zehn Milliarden US-Dollar an staatliche und staatsnahe Kreditnehmer in der Golfregion vergeben – über Privatplatzierungen.

Der Vermögensverwalter war ein wichtiger Käufer privat platzierter Anleihen der Regierungen von Abu Dhabi, Katar und Kuwait sowie der Qatar National Bank. Zudem beteiligte sich Pimco gemeinsam mit anderen Investoren an mehreren Transaktionen, die das Volumen bestehender Anleihen aus Abu Dhabi um insgesamt 2,5 Milliarden Dollar erhöhten, so die Personen. Insgesamt haben Kreditnehmer aus der Region seit dem 28. Februar mehr als 13 Milliarden Dollar über privat platzierte, in Hartwährungen denominierte Anleihen aufgenommen, wie aus von "Bloomberg" zusammengestellten Daten hervorgeht. Ein Großteil davon entfällt auf Pimco.