Der von der Privatbank Berenberg berechnete "Zinswende-Tracker" ist im April des laufenden Jahres zum zweiten Mal seit Januar 2015 in positives Terrain eingedrungen und signalisiert damit wieder steigende Zinsen. Der Indikator erreicht mit sechs Prozent einen Wert, der nur einen Prozentpunkt unter dem bisherigen Höchststand aus dem Februar liegt.

"Angesichts jüngst wieder gefallener Renditen für langfristige Staatsanleihen mag der Anstieg unseres Composite-Indikators etwas verwundern", so die Berenberg-Analysten Philipp Jäger, Helge Schunck und Timo Segieth. "Hintergrund sind jedoch die Stabilisierung beziehungsweise der leichte Anstieg von Kredit- und Einlagenzinsen sowie die jüngst etwas anziehenden Renditen von Bank- und Unternehmensanleihen."

Über den Zinswende-Tracker von Berenberg
Basierend auf einer Auswahl von 65 verschiedenen Zinsmaßen aus der Eurozone berechnet das Fixed Income Research von Berenberg insgesamt 260 Zinssignale für steigende beziehungsweise fallende Zinsen. Anschließend werden diese gewichtet (zumeist nach BIP-Anteilen) und zu einem Composite-Indikator aggregiert. Sein Wert bewegt sich zwischen -100 Prozent (alle Zinssignale zeigen fallende Zinsen) und +100 Prozent (alle Signale zeigen steigende Zinsen).