Nach Schätzungen der Strategieberatung zeb bewegt sich das in Österreich im Private Banking betreute Vermögen mittlerweile bei rund 180 Milliarden Euro, Tendenz steigend. Dass heimische Edel-Banker in den letzten Jahren kontinuierlich Zuflüsse sahen, heißt allerdings nicht, dass nicht um die Gunst der wohlhabenden Klientel hart gerungen wird. Denn mehr Volumen heißt heute nicht automatisch mehr Gewinn; tatsächlich nimmt der Wettbewerbsdruck in der Branche sogar zu, die Gewinnmargen befinden sich schon seit geraumer Zeit im Sinkflug. In einem solchen Umfeld darf man sich keine Nachlässigkeit erlauben.

Zum einen müssen weiterhin neue Kunden gewonnen werden, zum anderen darf auch kein Bestand verloren gehen – insbesondere dann nicht, wenn wirklich zum Erbfall kommt. Im Private Banking ist die Beschäftigung mit der Erbengeneration allein deshalb ein wichtiger ­Aspekt, weil die Unternehmerquote in der Klientel hoch ist. Das Nachfolgethema ist dabei hinsichtlich der Übernahme und Weiterführung der Unternehmen ebenso anspruchsvoll wie beim Erbe des übrigen Vermögens. Denn im Regelfall geht es dabei nicht um ein paar Sparbücher, ­sondern um komplexe Portfolios, die neben Finanzwerten häufig auch wenig liquide Bestandteile wie Sammlungen oder Immobilien enthalten.

Für die Banker, die diese Vermögen bis zum Erbfall betreut haben, ist dies eine Chance, mit guter Beratungsleistung am Ball zu bleiben, allerdings ist es auch immer eine Herausforderung. Die im ­Einzelfall optimale Strategie muss man bereits rechtzeitig in der Schublade haben. FONDS professionell wollte von heimischen Private-Banking-Anbietern daher  wissen, wie sie mit dem Thema umgehen. Insgesamt zwölf Unternehmen wurden dazu befragt. (gp)


Den kompletten Bericht mit allen Fragen und Antworten finden Sie in der aktuellen Heftausgabe 2/2021 von FONDS professionell ab Seite 200 oder hier im E-Magazin.