Zukunftsvorsorge: Weniger Verträge, mehr Vermögen
Die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge verliert weiter an Bedeutung. Die Zahl der Verträge und Neuabschlüsse ging 2025 erneut zurück. Dank der guten Entwicklung an den Kapitalmärkten stieg das verwaltete Vermögen dennoch auf 9,27 Milliarden Euro.
Die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge (PZV) verliert weiter an Bedeutung. Wie aus einer aktuellen Marktanalyse der Finanzmarktaufsicht (FMA) hervorgeht, sank die Zahl der Verträge 2025 bereits das 13. Jahr in Folge. Zum Jahresende bestanden rund 729.000 Verträge – ein Minus von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Auch das Neugeschäft entwickelte sich rückläufig. Lediglich vier Versicherungsunternehmen verkauften im Berichtsjahr noch neue PZV-Verträge. Insgesamt wurden 7.223 Neuabschlüsse verzeichnet, um 10,6 Prozent weniger als 2024. Die Zahl der Neuverträge reicht damit weiterhin bei Weitem nicht aus, um auslaufende oder gekündigte Verträge zu ersetzen.
FONDS professionell ONLINE zeigt in der Bilderstrecke oben, wie sich die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge 2025 entwickelt hat.
Verwaltetes Vermögen steigt
Vom positiven Kapitalmarktumfeld profitierte hingegen das verwaltete Vermögen. Trotz sinkender Vertragszahlen und rückläufiger Prämieneinnahmen erhöhte es sich um 6,8 Prozent auf 9,27 Milliarden Euro. Die volumengewichtete Performance vor Kosten lag bei 12,99 Prozent, nachdem sie im Vorjahr 2,88 Prozent betragen hatte.
Die FMA sieht derzeit dennoch keine Trendwende. Zwar endete die Niedrigzinsphase bereits 2022, ein nachhaltiger Anstieg der Neuverträge blieb bislang jedoch aus. Höhere Zinsen seien lediglich einer von mehreren Faktoren, die Angebot und Nachfrage bei der PZV beeinflussen. (cf)















