Gewerbliche Vermögensberater (GVB), Wertpapiervermittler (WPV) und Versicherungsvermittler müssen ihre gesetzliche Weiterbildungsverpflichtung grundsätzlich auch während der Covid-19-Einschränkungen erfüllen. Darauf weist der Fachverband der Finanzdienstleister hin. Allerdings konnten die Interessensvertreter nun mit dem Wirtschaftsministerium abklären, in wie weit die Behörde auf den Individualfall Rücksicht nimmt.

"Beraten statt strafen" nur bei geringem oder keinem Verschulden
Wenn die Gewerbebehörde die Einhaltung der Weiterbildungsverpflichtung überprüft, muss sie insbesondere das Verschulden des Betroffenen im Einzelfall beachten, heißt es in einer Mitteilung. Dabei seien auch die Umstände von Covid-19 zu berücksichtigen – etwa langfristige Erkrankungen, die eine Absolvierung von Weiterbildung unmöglich machen. "Nur wenn kein oder nur geringes Verschulden des Betroffenen vorliegt, kann die Behörde im Sinne des Prinzips 'beraten statt strafen' von einer Verwaltungsstrafe absehen", heißt es beim Fachverband. "Im Ergebnis bedeutet das für Sie: Bitte nehmen Sie die umfangreichen Weiterbildungsangebote des Fachverbands und Ihrer Fachgruppe in Anspruch und achten Sie auf die Einhaltung Ihrer Weiterbildungsverpflichtung", so die Interessensvertreter weiter.

Der Fachverband selbst arbeitet mit Hochdruck an der Organisation des Bildungs-Kickoffs 2021. Das jährliche Großevent wurde bereits von Jänner 2021 auf 18./19. Mai 2021 verschoben. "Wir planen derzeit mit voller Kraft für diesen Termin und versuchen auch potenzielle COVID-19-Einschränkungen in unseren Plänen bestmöglich zu berücksichtigen", heißt es. Darüber hinaus bemühen sich die Organisatoren, einen weiteren Alternativtermin am 21./22. September 2021 auf die Beine zu stellen. (eml)