Seit 25 Jahren gibt es den Fachverband der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten in der Wirtschaftskammer (WKO). Im Jahr 2000 herausgelöst aus der damaligen Einheit mit den (eng an die Versicherungen gekoppelten) Versicherungsagenten bauten die ungebundenen Makler rasch eine Interessenvertretung mit Zugkraft auf. Zunehmend auch mit starkem Einfluss in Europa, wie Redner bei einem Festakt am Dienstag (14.10.) in der Wirtschaftskammer Wien betonten.

Der aktuelle Obmann Christoph Berghammer – er ist seit 2000 in verschiedenen Kammerfunktionen tätig – und Geschäftsführer Erwin Gisch (seit 2019) hätten rasch ein hohes Bewusstsein darüber gehabt, dass die wesentlichen Themen in Brüssel und Straßburg bestimmt werden, hieß es mehrfach. Berghammer selbst hob hervor, dass die EU demokratischer sei, als dies oft in der Öffentlichkeit dargestellt werde. Wer Argumente vorbringe, werde gehört und könne an der Gesetzgebung entscheidend mitwirken.

EU-Vertreter
Wobei es die Vernetzung mit der Politik brauche. Berghammer verwies auf das Engagement des langjährigen österreichischen EU-Parlamentariers Othmar Karas (ÖVP). Dieser habe den Standesvertretern Türen auf Europaebene geöffnet.

Karas war ebenso anwesend wie andere ehemalige oder aktive EU-Vertreter. Darunter Yorck Hillegaart, neu gewählter Präsident des EU-Vermittlerverbands BIPAR, und Karel Van Hulle, belgischer Ökonom und ehemaliger EU-Beamter. Ebenfalls unter den Ehrengästen: die ehemaligen Bundesobmänner Wolfgang Steinmayr und Gunther Riedlsperger sowie WKO-Vizepräsidentin Angelika Sery-Froschauer, Universitätsprofessorin Sonja Bydlinski und Vertreter von Behörden (Finanzmarktaufsicht) und Wirtschaft. (eml)