Mit Aktien haben Anleger in der Vergangenheit über einen längeren Zeitraum hinweg fast immer Geld verdient. Allerdings vergeht kaum ein Jahr, in dem nicht auch heftige Verluste anfallen – und in dem viele Anleger aus Panik verkaufen, und zwar zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Schon zum psychologischen Selbstschutz lohnt es sich deshalb, Schwankungen im Aktienportfolio möglichst auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, sagt Michael Thaler, Vorstand der Top Vermögen in Starnberg.

Ein probates Mittel zur Risikosteuerung seien Dividenden. "Je mehr ein Unternehmen ein etabliertes Geschäftsmodell hat, desto weniger Einfluss hat die unsichere Zukunft auf den Aktienkurs. Ein guter Indikator sind dabei Dividenden. Zahlt ein Unternehmen ansprechende Dividenden, dann sollte sich das Geschäftsmodell bereits bewährt haben", erläutert Thaler. Wer zudem auf vergleichsweise konjunkturunsensible AGs, zum Beispiel aus dem Nahrungs- oder Arzneimittelbereich setze, mache alles richtig. 

Nicht alles auf einmal investieren
Wer Schwankungen generell scheut, kann zudem mit Stop-Loss-Orders arbeiten – oder mit Zertifikaten, etwa Diskontzertifikaten. Sie begrenzen zwar die Gewinne, aber auch die Verluste. "Schwankt die Aktie um drei Prozent, bewegt sich der Diskonter um ein Prozent", erklärt Thaler eine gängige Faustregel. Überdies rät er dazu, Aktien gestaffelt – also in Form eines Sparplans mit wiederkehrenden Monatsraten – zu kaufen und nicht auf einen Schlag: "Das ist eine der wichtigsten Komponenten überhaupt für den langfristigen Erfolg." (fp)