Nun steht es fest:  Ab 1. Mai 2020 dürfen alle Dienstleistungen – außer Freizeit, Gastronomie und Tourismus – wieder ihren Betrieb aufnehmen. Somit können auch alle beratenden Dienstleistungsbranchen der Bundessparte Information und Consulting wieder ihre Geschäftslokale öffnen. Für Vermögensberater, Makler und Agenten endet damit nächste Woche eine Phase, in der Kundenkontakte nur über Telefon, E-Mail oder sonstige digitale Kanäle möglich waren. Das Kundenbetretungsverbot der Betriebsstätten wird damit aufgehoben. In Zukunft werden beim persönlichen Kundenkontakt allerdings Hygiene- und Sicherheitsregeln einzuhalten sein. Dazu soll laut Wirtschaftskammer eine gesonderte Information kommen, sobald diese mit der Regierung abgestimmt ist.

Die Fachgruppe der Finanzdienstleister hat kürzlich bereits einen Stufenplan zur Öffnung vorgestelt, dieser sieht wie folgt aus:

1. Ermöglichung der Übergabe von Dokumenten und Kundenidentifikation beim Kunden:
Damit können die zwingenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen (wie die Sorgfaltspflichten bei der Geldwäscheprävention) technologieneutral eingehalten werden. Die üblichen Schutzmaßnahmen können dabei eingehalten werden.

2. Ermöglichung der Betriebsöffnung zum Vertragsabschluss: Dabei sollen die bereits für den Handel geltenden Präventionsmaßnahmen wie die Einhaltung von einem Meter Abstand, die Beschränkung von einem Kunden pro 20 Quadratmeter sowie die Schutzmaskenpflicht für Berater und Kunden eingehalten werden. Dies ist durch strenge Vorab-Terminvergaben möglich.

3. Ermöglichung der umfassenden Betriebsöffnung unter Einhaltung der geltenden Präventionsmaßnahmen. (gp)