Laut einer Integral-Studie im Auftrag der Erste Bank wollen 79 Prozent der insgesamt 1.000 befragten Österreicher innerhalb der nächsten zwölf Monate Geld veranlagen – im zweiten Quartal 2020 waren es noch 83 Prozent. Hinsichtlich der Höhe der Veranlagungen zeigt sich im Zwölf-Monats-Trend ein Plus von 13 Prozent auf  6.100 Euro, die neu- oder wiederveranlagt werden sollen.

Wenn es darum geht, wo dieses Geld gespart werden soll, sind Sparbücher nach wie vor die beliebteste Anlageform. Allerdings sind diese für Sparer mit 56 Prozent deutlich weniger attraktiv als im Vergleichszeitraum 2020 (-8 Prozentpunkte, PP). Lebensversicherungen (31%) oder eine Pensionsvorsorge (28%, -1 PP) abzuschließen, nehmen sich fast gleich viele vor wie vor einem Jahr. Bausparen wollen in den kommenden zwölf Monaten noch 38 Prozent (-4 PP). Die geplanten Veranlagungen im Wertpapierbereich bleiben stabil bei 30 Prozent (+1 PP).

Nachhaltige Investments für 48 Prozent wichtig
Das Interesse an nachhaltigen Spar- und Anlageformen steigt weiterhin an. Rund die Hälfte der Befragten (48%) geben an, ihnen seien nachhaltige Finanzprodukte wichtig. Beim Interesse an solchen Veranlagungen zeigt sich, dass Frauen mit 52 Prozent stärker daran interessiert sind als Männer (43%). 24 Prozent halten das Thema bei Bankprodukten teilweise für wichtig, nur 25 Prozent finden Nachhaltigkeit dabei nicht wichtig. Allerdings hat auch jeder vierte Befragte zum Thema noch keine klare Tendenz.

"Nachhaltige Finanzprodukte werden in Kundengesprächen immer stärker nachgefragt", sagt Gerda Holzinger-Burgstaller, Vorstandsvorsitzende der Erste Bank. Sie verweist darauf, dass ihr Haus schon vor 20 Jahren den ersten nachhaltigen Publikumsfonds aufgelegt und dieses Geschäft seither konsequent ausgebaut habe. Heute seien bei Erste Bank und Sparkassen bereits 14 Milliarden Euro nachhaltig in einer breiten Palette an Nachhaltigkeitsfonds veranlagt.

Kreditsumme bleibt konstant bei rund 100.000 Euro
Jeder Dritte (32%, -4 PP) plant innerhalb der nächsten zwölf Monaten eine größere Anschaffung, beispielsweise einen Haus- oder Autokauf. Unverändert, im Vergleich zum Vorjahr, wollen 83 Prozent ebendiese Anschaffungen über eigene Ersparnisse und 18 über einen Bankkredit finanzieren. Dabei blieb die durchschnittliche Höhe der Kredit- oder Darlehenssumme mit 100.800 Euro nahezu konstant. (gp)