Die steirische Supris (vormals Ariconsult) wechselt den Besitzer: Manfred Drennig, geschäftsführender Gesellschafter des Wiener Vermögensberaters, Fondsmanagers und Haftungsdaches Privatconsult werde die Supris Investment-Service GmbH – vorausgesetzt der Zustimmung der FMA – übernehmen, teilt die Privatconsult mit.

"Beide Firmen arbeiten nebeneinander"
Privatconsult-Geschäftsführer Peter Gross sagte FONDS professionell ONLINE, die größere Supris bringe rund 150 angebundene gewerbliche Vermögensberater ein, insgesamt werde man auf rund 250 angebundene Berater unter dem Haftungsdach kommen. Die beiden Unternehmen sollen "schwesterlich nebeneinander weiterarbeiten". Man lege größten Wert darauf, dass Disruptionen und zu große Änderungen für die Berater vermieden werden, so Gross.

Bestehende Kooperationen mit den Fondsgesellschaften würden beibehalten, so Gross. Auch die Kooperation zwischen Supris und C-Quadrat wird fortgeführt. "Die Zusammenarbeit mit einem Asset Manager, der sämtliche regulatorische Bedingungen immer rechtzeitig erfüllt, ist natürlich besonders wichtig", betonte Gross. C-Quadrat hatte heuer im Februar das Ariqon Asset Management und dessen vier Fonds gekauft. Ariqon gehörte damals mehrheitlich ebenfalls dem Supris-Eigentümer Werner Barwig. Ein großer Teil der Ariqon-Assets entfiel auf Supris-Kunden. 

Der erfolgreiche Kurs der Supris soll fortgeführt werden, die gesamten Strukturen, Abwicklungs- und EDV-Prozesse wie auch das Know-how der Geschäftsführer Stefan Ferstl und Peter Breitenthaler sowie aller Mitarbeiter sollen erhalten bleiben. Es soll eine Firmengruppe entstehen, die gewerblichen Vermögensberatern das "umfassendste Angebot für die Vermittlung von Finanzinstrumenten in Österreich" bietet.

Software wird evaluiert
Wenngleich die EDV-Systeme bei Surpris erhalten bleiben, werde man doch die Abwicklungssoftware, die den Beratern zur Verfügung gestellt wird, evaluieren. Supris arbeitet mit der Software von Pohl & Partner. Privatconsult wiederum ist im Vorjahr von der Finanzadmin auf den schwedischen Anbieter Sharpfin umgestiegen und damit sehr zufrieden.

"Wir schauen uns beide Unternehmen im Live-Betrieb an und evaluieren, wie wir optimieren können. Sollte das Ergebnis sein, dass wir eine Einzellösung haben wollen, dann würde das erst im Laufe einer längeren Zeit implementiert. Die Berater müssen sich ja umstellen und wir wollen vermeiden, dass hier für sie ein unnötiger Aufwand entsteht", so Gross. (eml)