Studie: Immer mehr Investmententscheider greifen zu aktiven ETFs
Börsengehandelte Fonds mit aktivem Managementansatz gewinnen an Bekanntheit. Immer mehr Profianleger setzen die Vehikel auch ein, wenngleich nur in geringer Dosierung, zeigt eine Umfrage des Analysehauses Research in Finance. Aktive ETFs haben offenbar eine Nische gefunden.
Die Verbreitung von börsengehandelten Fonds (ETFs), die Elemente des aktiven Managements umfassen, nimmt zu. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Analysehauses Research in Finance. Demnach nutzen bereits rund 50 Prozent der Investoren, die ETFs im Portfolio haben, auch aktive Varianten. Rund 20 Prozent erwägen den Schritt, weitere 20 Prozent sind nur unentschlossen. Der Rest lehnt den Einsatz aktiver ETFs ab. Generell greifen Investoren aber vorerst nur in geringer Dosierung zu aktiven ETFs.
Research in Finance hat europaweit insgesamt rund 1.000 Anleger befragt. Beim Großteil mit rund 700 Teilnehmern handelt es sich um institutionelle Investoren sowie Anlageprofis aus dem Wholesale-Bereich. Zudem befragte das Haus 300 Privatanleger, dies allerdings nur in Deutschland, Italien und Großbritannien. Bei der Gruppe der Endkunden sind die Nutzung sowie die Kenntnisse über aktive ETFs deutlich geringer verbreitet.
Nische gefunden
Profianleger wiederum tauschen einerseits aktive Publikumsfonds gegen aktive ETFs aus, zeigt die Auswertung. Andererseits ersetzen aktive ETFs teils auch ihre passiven Pendants in einem Portfolio. "Das zeigt, dass aktive ETFs eine Nische besetzen", erläuterte Mark McFee von Research in Finance bei der Vorstellung der Studienergebnisse. "Sie bieten einen etwas anderen Ansatz als das, was bislang am Markt verfügbar ist", ergänzte McFee. (ert)
















