SpaceX-IPO: Europas Privatanleger gingen fast leer aus
Der Ansturm europäischer Privatanleger auf den SpaceX-Börsengang war groß. Nach Insiderangaben überstieg die Nachfrage die tatsächlich zugeteilte Aktienmenge um das Vierfache.
Europäische Privatanleger kauften Insidern zufolge weniger als ein Prozent der Aktien beim Rekord-Börsengang von SpaceX, dem größten IPO der Geschichte. Das von Elon Musk geführte Unternehmen teilte Privatanlegern in der Europäischen Union, Norwegen und der Schweiz Aktien im Wert von rund 600 Millionen US-Dollar zu, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Insgesamt gingen für diese Anlegergruppe Orders über etwa vier Mal so viele Aktien ein, wie ihr zugeteilt wurden. Das entsprach einer Nachfrage von knapp 2,5 Milliarden Dollar, sagten die Personen, die wegen der Vertraulichkeit der Informationen nicht namentlich genannt werden wollten. SpaceX reagierte nicht unmittelbar auf eine Bitte um Stellungnahme.
Großes Angebot für Kontinentaleuropa
Um den größten Börsengang aller Zeiten zu stemmen, wollte Musk Privatanleger weltweit über gezielte lokale Angebote einbinden. In Kontinentaleuropa startete der Konzern laut einem regionalen Prospekt ein Angebot von bis zu 7,5 Milliarden Dollar in Dänemark, Frankreich, Deutschland, Norwegen, Spanien, Schweden und der Schweiz.
SpaceX stellte für Europa eine große Menge an Aktien bereit, um eine Aktualisierung des lokalen Prospekts und damit eine Verzögerung des IPO-Zeitplans zu vermeiden, falls die Nachfrage die Erwartungen übertreffen sollte, sagte eine der Personen. SpaceX erklärte in dem Prospekt, nicht im lokalen Angebot verkaufte Aktien könnten Anlegern in anderen Regionen zugeteilt werden.
Britische Anleger stärker berücksichtigt
Das Unternehmen, das offiziell Space Exploration Technologies Corp. heißt, organisierte zudem ein separates Angebot in Großbritannien, das Orders von fast einer Milliarde Dollar anzog, wie "Bloomberg" vergangene Woche berichtete.
In Großbritannien ansässige Anleger erhielten Aktien im Wert von rund 364 Millionen Dollar, ein höherer Prozentsatz als in anderen Märkten. (mb/Bloomberg)















